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Südeuropas Euroländer versinken in der Rezession

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Südeuropas Euroländer versinken in der Rezession

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Die Eurozone steckt in der Rezession: Die Wirtschaftsleistung der 17 Eurostaaten ist im zweiten Quartal um 0,2 Prozent geschrumpft, wie die europäische Statistikbehörde Eurostat in einer ersten Schätzung mitteilte. Im ersten Quartal hatte das Bruttoinlandsprodukt noch stagniert.

Dabei sind die Unterschiede zwischen Nord- und Südeuropa gewaltig. In Deutschland und den Niederlanden etwa legte die Wirtschaftsleistung gegenüber dem Vorquartal zu, in Frankreich blieb sie unverändert, in Spanien, Italien und Portugal ging sie deutlich zurück.

Deutschland bleibt die Konjunkturlokomotive der Eurozone, auch wenn sie ihr Tempo etwas gedrosselt hat. Vor allem der Konsum entwickelte sich positiv, dank des starken Arbeitsmarkts und der niedrigen Inflationsrate, und auch die Exportwirtschaft bleibt stabil. Unsicherheit herrscht hingegen bei den Unternehmen, die sich mit Investitionen zurückhalten.

Ganz anders die Lage in Portugal: Hier schwächelt die Inlandsnachfrage, die Arbeitslosenquote erreichte ein Rekordhoch von 15 Prozent und die steigenden Sozialausgaben gefährden den Sparkurs des Landes. Das portugiesische Bruttoinlandsprodukt geht schon seit dem ersten Quartal 2011 stetig zurück. Im Gesamtjahr wird Portugals Wirtschaft voraussichtlich um drei Prozent schrumpfen.