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Frankreichs Innenminister in Amiens ausgebuht

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Frankreichs Innenminister in Amiens ausgebuht

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Nach den schweren Ausschreitungen zwischen Jugendlichen und der Polizei im französischen Amiens ist Frankreichs Innenminister Manuel Valls in der Stadt ausgebuht und beschimpft worden. Er wollte sich ein Bild von der Lage machen.

Bei den Krawallen in der Nacht zum Dienstag wurden 16 Polizisten verletzt, einer von ihnen schwer. Es entstand ein Sachschaden von mindestens einer Million Euro.

Der Innenminister sagte, die Regierung werde dafür sorgen, dass Gesetze eingehalten würden. Auf einen Polizeibeamte zu schießen und Schulen niederzubrennen, sei inaktzeptabel.

Grund für die Ausschreitungen soll gewesen sein, dass sich die meist arabisch-stämmigen Jugendlichen durch eine Polizeikontrolle gestört gefühlt hatten.

In Frankreich sind Jugendkrawalle kein neues Phänomen. In den vergangenen Jahren kam es immer wieder zu schweren Auseinandersetzungen zwischen meist jugendlichen Randalierern und der
Polizei. 2005 hatten sich Vorort-Krawalle zu einem
regelrechten Flächenbrand mit mehr als 300 betroffenen Kommunen ausgeweitet.