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Syrien vor Ausschluß aus Islamischer Konferenz

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Syrien vor Ausschluß aus Islamischer Konferenz

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In der Wirtschaftsmetropole Aleppo versuchen die Regierungstruppen weiter vehement, die Rebellen zurückzudrängen. Motiviert werden sie durch die Erfolge bei der Rückeroberung von Damaskus. In Aleppo können sich die Rebellen allerdings noch immer gut halten.

Syrien dürfte vorübergehend aus der Organisation der Islamischen Konferenz (OIC) ausgeschlossen werden. Im Entwurf der Abschlusserklärung für den zweitägigen Sondergipfel in der heiligen saudiarabischen Stadt Mekka, wird die Regierung von Präsident Baschar al-Assad als “illegitim” bezeichnet. Sie müsse die Anwendung von Gewalt und die Verletzung der Menschenrechte “unverzüglich stoppen”. Die erforderliche Zweidrittelmehrheit der 57 islamischen Staaten für die Annahme der Abschlusserklärung gilt als so gut wie sicher.

Saudi-Arabien, das die Rebellen in Syrien unterstützt, dominiert die OIC. An dem zweitägigen Treffen in Mekka nimmt mit dem iranischen Staatspräsidenten Mahmud Ahmadinedschad aber auch der engste Verbündete Assads teil. Das saudiarabische Staatsfernsehen zeigte den saudischen König Abdullah und Präsident Ahmadinedschad im freundschaftlich angeregten Gespräch. Beobachter werten die Aufnahmen als Botschaft an die Bevölkerung beider Staaten, dass beide Völker ungeachtet aller Differenzen Muslime seien und zusammenarbeiten müssten.