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UN: Mehr als 2,5 Mio. Syrer brauchen humanitäre Hilfe

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UN: Mehr als 2,5 Mio. Syrer brauchen humanitäre Hilfe

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Auch am Dienstag haben die syrische Armee und Rebellen sich in Aleppo und Damaskus heftige Gefechte geliefert. Der Krieg um die Vorherrschaft konzentriert sich weiter auf die beiden Großstädte. Derweil haben die Aufständischen laut Agenturberichten im ölreichen Hinterland Boden gutgemacht.

Ex-Ministerpräsident Riad Hidschab, der sich nach Jordanien abgesetzt hatte, erklärte, dass die Führung um Präsident Baschar al-Assad nur noch etwa ein Drittel des syrischen Territoriums kontrolliere.

Die UN-Nothilfekoordinatorin Valerie Amos besuchte am Dienstag Damaskus und sprach unter anderem mit dem stellvertretenden Außenminister. Ihr beunruhigendes Fazit: “Die humanitäre Krise hält an. Vor drei Monaten glaubten wir, dass etwa eine Million Menschen Hilfe bräuchten. Heute müssen wir diese Zahl auf etwa 2,5 Millionen korrigieren.”

Die Vereinten Nationen haben inzwischen mehr als 150.000 Flüchtlinge aus Syrien in den Nachbarländern registriert – ganz abgesehen von den vielen, die sich nicht offiziell bei den Behörden meldeten. Im Wüstenlager in Jordanien gab es am Montag Tumulte, die Menschen klagen über den Staub und unhaltbare Lebensumstände.

Der jüngsten Bilanz der syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte in London zufolge sind inzwischen mehr als 23.000 Menschen – Aufständische, Zivilisten und Soldaten – seit Beginn des Konflikts getötet worden.