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Blutbad in südafrikanischem Platinbergwerk

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Blutbad in südafrikanischem Platinbergwerk

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Bei Auseinandersetzungen zwischen streikenden Arbeitern und der Polizei sind in Südafrika am Donnerstag mehrere Menschen getötet worden. Die Polizei hatte unter Einsatz von Tränengas und Wasserwerfern versucht ein Lager streikender Arbeiter zu räumen. Als sie mit scharfer Munition beschossen wurde, erwiderte sie das Feuer. Ein Augenzeuge berichtet von mindestens 18 Leichen.

Die Polizei wollte das Lager bei der Marikana- Platin-Mine des Bergbaukonzerns Lonmin räumen, die Streikenden weigerten sich. Hintergrund ist ein Streit zwischen Gewerkschaften. Der Konzern und die etablierte Bergarbeitergewerkschaft weigern sich, mit einer neugegründeten Gewerkschaft in Tarifverhandlungen einzutreten.

Wegen der Auseinandersetzung hat Lonmin die Förderung in allen südafrikanischen Bergwerken eingestellt. Im vergangenen Jahr stammten aus diesen Minen 12 % der weltweiten Platin-Förderung. Lonmin beziffert den Ausfall der vergangenen sechs Tage auf 15.000 Feinunzen Platin.