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Pussy Riot-Richterin bekommt Personenschutz

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Pussy Riot-Richterin bekommt Personenschutz

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Einen Tag vor dem Urteil im Prozess gegen die russische Punkband Pussy Riot hat das Moskauer Gericht der vorsitzenden Richterin zum persönlichen Schutz Leibwächter zugeteilt. Das Verfahren gegen die drei jungen Frauen wegen einer Protestaktion gegen Präsident Putin in der Moskauer Erlöserkathedrale ist in Russland sehr umstritten.

Der Personenschutz sei erforderlich, so eine Gerichtssprecherin, weil die Richterin Marina Syrowa persönlich bedroht worden sei, unter anderem im Internet.

Wie ernst diese angeblichen Drohungen sind, lässt sich nicht überprüfen. Die russischen Behörden reagieren jedenfalls entschlossen auf Aktionen von Unterstützern der Angeklagten. So war eine Solidaritätsdemonstration vor der Erlöserkathedrale am Mittwoch umgehend aufgelöst worden.

Der Prozess überschattet nun auch den historischen Besuch des Patriarchen der russisch-orthodoxen Kirche im überwiegend katholischen Polen. Pussy Riot hatten unter anderem die enge Beziehung der Kirche zum Kreml kritisiert.

Patriarch Kirill hat die Regierungszeit Wladimir Putins als ein Wunder Gottes bezeichnet.