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Urteil gegen Punkband: zwei Jahre Haft

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Urteil gegen Punkband: zwei Jahre Haft

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In Moskau ist das Urteil gegen die Mitglieder der russischen Punkband Pussy-Riot gefallen: Die drei jungen Frauen müssen für je zwei Jahre in Haft.

Die Staatsanwaltschaft hatte drei Jahre Haft für die Künstlerinnen geforfert, wegen Rowdytums aus religiösem Hass. Bürgerrechtler auf der ganzen Welt kritisieren die Anklage als politisch motiviert.

Die drei jungen Frauen hatten am 21. Februar in der wichtigen russisch-orthodoxen Kathedrale in einem “Punkgebet” gefleht, Russland von Putin zu erlösen. Die Künstlerinnen, von denen zwei Mütter sind, sitzen seit gut fünf Monaten in Untersuchungshaft. Die Meinungen der Gläubigen zu dem Fall gehen auseinander.

Pavel, ein orthodoxer Gläubiger:“Das war schon eine unwürdige Aufführung. Sie hat aber niemanden verletzt. Es ging ihnen doch lediglich darum, die Leute aus ihrer politischen Lethargie zu reißen.”

Ludmilla , orthodoxe Gläubige:“Sie werden sich dafür jetzt vor dem Gesetz zu verantworten haben. Nun erfolgt die Strafe, die sie für diese teuflische Tat erhalten. Ja, ich denke, es war tatsächlich eine teuflische Tat!”

Weltweit fordern Stars wie Madonna, Sting oder Paul McCartney “Freiheit für Pussy Riot”. Auch die deutsche Bundesregierung kritisierte den Prozess.

In Moskau haben Unterstützer derweil zu Protesten aufgerufen. Die Behörden kündigten wegen des Prozesses massive Sicherheitsvorkehrungen an.