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Anti-Islam-Protest in Berlin: "Das ist eine Provokation"

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Anti-Islam-Protest in Berlin: "Das ist eine Provokation"

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Die rechtspopulistische Kleinpartei Pro Deutschland hat in Berlin vor mehreren Moscheen demonstriert. Die rund 60 Anhänger von Pro Deutschland zeigten unter anderem die umstrittene Mohammed-Karikatur von Kurt Westergaard, deretwegen es 2005 zu Kontroversen und zu weltweiten Protesten von Muslimen kam – im Islam ist das Abbilden von Gott und Mohammed verboten.

Manfred Rouhs, Parteichef von Pro Deutschland: “Wir machen es nicht mit Spott. Wir werden Argumente vortragen. Wir sind aber in der Situation, eine Debatte anstoßen zu müssen. Der ganze Politik-Betrieb reagiert ja immer erst in dem Moment, in dem die entsprechende Aufmerksamkeit da ist.”

Nicht nur zahlreiche Polizisten waren vor Ort, sondern auch Gegendemonstranten. Während einige islamische Verbände im Vorfeld versucht hatten, das Zeigen der Karikaturen gerichtlich verbieten zu lassen, rief der Islamrat dazu auf, den rechten Protest zu ignorieren.

Burhan Kesici, Generalsekretär des Islamrats: “Also, wir halten das, was hier stattfindet, für eine Provokation und sind der Meinung, dass solche Veranstaltungen in Zukunft seltener werden sollten, insbesondere, weil es den sozialen und religiösen Frieden in Deutschland stört.”

Alles in allem blieb die Lage in Berlin friedlich, so die Polizei. An diesem Sonntag wollen die Anhänger von Pro Deutschland ihren Protest vor linksalternative Zentren tragen.