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Ecuador und London zanken heftig um Assange

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Ecuador und London zanken heftig um Assange

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Seit gut zwei Monaten hält sich Wikileaks-Gründer Julian Assange in der ecuadorianischen Botschaft in London auf. Zwar haben ihm die Südamerikaner Asyl gewährt, doch das Gebäude kann Assange nicht verlassen, da er festgenommen und nach Schweden abgeschoben werden würde – die britische Polizei steht bereit. Derweil steigen die Spannungen zwischen Ecuador und London. Die Briten ließen durchklingen, den diplomatischen Status der Botschaft überprüfen zu wollen. Das fasste Ecuador als Androhung eines Sturms der Botschaft auf.

Präsident Rafael Correa fand in Quito deutliche Worte an die Adresse Großbritanniens: “Wir weisen diese inakzeptable und nicht zu tolerierende Drohung gegen unsere diplomatische Vertretung in schärfster Weise zurück. Wir haben ein Treffen der OAS, UNASUR und ALBA einberufen, um über diese untragbare und nach internationalem Recht unzulässige Situation zu beraten.”

Inzwischen ließ Wikileaks wissen, dass sich Assange an diesem Sonntag zum ersten Mal seit März öffentlich äußern wolle. In Schweden werden dem Australier Sexualdelikte vorgeworfen. Assange fürchtet aber, von Schweden an die USA ausgeliefert zu werden. Dort könnte ihm lebenslange Haft wegen Geheimnisverrats drohen.