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Schiiten demonstrieren am Al-Quds-Tag

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Schiiten demonstrieren am Al-Quds-Tag

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Im nahen Osten haben Schiiten in Gaza, dem Libanon und im Iran gestern den sogenannten “Al-Quds-Tag” begannen.

Seit 1979 folgen jährlich zum Ende des Fastenmonats Ramadan islamistische Organisationen weltweit dem Aufruf zum „Al-Quds-Tag“als Kampftag des politischen Islam.

Auch der Führer der radikalislamistischen Hisbollah forderte seine Anhänger zur weltweiten Ausbreitung der islamischen Revolution, zur sogenannten „Befreiung” Jerusalems und zur Vernichtung Israels auf.

Im Iran, der den Gedenktag nach der islamischen Revolution ursprünglich einführte, nahm auch Präsident Mahmud Ahmadinedschad an den Demonstrationszügen teil.

Begannen wurde der Gedenktag der Schiiten in Zeiten wachsender Spannungen zwischen Israel und dem Iran, will Jerusalem doch unter allen Umständen verhindern, dass Teheran sein Nuklearprogramm zum Bau einer Atombombe nutzen könnte.

Israels Präsident Schimon Peres hat derweil einen militärischen Alleingang seines Landes, in dem bereits erste Kriegsvorbereitungen getroffen werden, gegen den Iran ausgeschlossen.

In Israel dringt offensichtlich besonders Regierungschef Netanjahu auf einen baldigen Angriff – es sei denn, US-Präsident Barack Obama würde klarer als bisher versprechen, dass die USA den Iran spätestens bis Mitte 2013 notfalls militärisch stoppen.

Die internationale Gemeinschaft verdächtigt den Iran, sein Atomprogramm zum Bau von Nuklearwaffen zu nutzen. Israel betrachtet Atombomben in den Händen der Führung in Teheran als eine Bedrohung seiner Existenz. Der Iran betont, das Programm habe nur friedliche Ziele.