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Syrien-Krieg: "Wir sind frustriert"

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Syrien-Krieg: "Wir sind frustriert"

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Ein Ende des Syrien-Kriegs ist nach wie vor nicht in Sicht. Russlands Außenminister Sergej Lawrow hat nun den Vorschlag einer Flugverbotszone zurückgewiesen. Das sei ein Eingriff in die nationale Souveränität Syriens, sagte er. Derweil verneinte Damaskus Berichte arabischer Medien, wonach der Stellvertreter von Präsident Baschar al-Assad nach Jordanien geflohen sei. Der Krieg geht also weiter. In den Häusern sind Scharfschützen verbarrikadiert, Aleppo wird bombardiert, auch aus Homs, Deraa und anderen Städten werden Kämpfe gemeldet – und Dutzende Tote.

Der Chef der am Sonntag endenden UN-Beobachtermission, Babacar Gaye, beschuldigte in Damaskus Regierung und Rebellen, Zivilisten nicht zu schützen. Weiter sagte er: “Mitte Juni war klar, dass die Konfliktparteien nicht mehr zu einem Waffenstillstand bereit waren. Ich habe bereits zu einem Sinneswandel aufgerufen, weg von der militärischen Logik hin zu einer Logik des Dialogs. In dieser Hinsicht sind wir durchaus frustriert.”

Auch vom neuen internationalen Sondergesandten für Syrien, vom Algerier Lakhdar Brahimi, gab es keine ermutigenden Worte. Er sei nicht sehr zuversichtlich, den Konflikt zu beenden, ließ er wissen. Immerhin müsse man es aber versuchen, und das werde er auch tun, so Brahimi.