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Assange: "Nachts hörte ich die Polizei auf der Feuertreppe"

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Assange: "Nachts hörte ich die Polizei auf der Feuertreppe"

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Julian Assange hat sich in London zum ersten Mal seit März an die Öffentlichkeit gewandt. Vom Balkon der ecuadorianischen Botschaft aus dankte er seinen Unterstützern, er forderte die Freilassung des mutmaßlichen Wikileaks-Informanten Bradley Manning und er richtete einen Appell an die USA:

“Ich rufe Präsident Obama auf, das Richtige zu tun. Die Vereinigten Staaten müssen ihre Hexenjagd auf Wikileaks beenden. Sie müssen vor der Welt schwören, dass sie keine Journalisten dafür verfolgen wird, dass sie die geheimen Verbrechen der Mächtigen ans Licht bringen.”

Der Polizei warf Assange vor, trotz des diplomatischen Schutzes der Botschaft zu versuchen, zu ihm vorzustoßen.

Er sagte: “Nach Einbruch der Dunkelheit am Mittwoch konnte ich in der Botschaft hören, wie Polizeiteams versuchten, über die Feuertreppe ins Gebäude einzudringen.”

Zu seiner Zukunft sagte Assange nichts. Gestern hatten sich zahlreiche lateinamerikanische Länder hinter Ecuador und dessen Präsidenten Rafael Correa gestellt. In Guayaquil unterstützte das linke Staatenbündnis ALBA das Recht, Ecuadors, Assange Asyl zu gewähren. Außerdem forderten sie eine Debatte in der UNO über die Unantastbarkeit diplomatischer Vertretungen.