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Assanges Weg in sein Botschafts-Gefängnis

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Assanges Weg in sein Botschafts-Gefängnis

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Es war einer der Top-Coups für Wikileaks und dessen Gründer Julian Assange: Die Veröffentlichung zahlloser diplomatischer Depeschen der USA. Kurz darauf war Schluss mit lustig.

Julian Assange wurden sexuelle Übergriffe in Schweden zu Last gelegt, ein europaweiter Haftbefehl wurde ausgestellt.

Am 7. Dezember 2010 wurde Assange in London verhaftet. Er hatte sich selbst der Polizei gestellt. Assange und seine Anwälte wollen verhindern, dass er nach Schweden ausgeliefert wird. Ein Prozessmarathon beginnt.

Mitte Dezember 2010 kommt Assange auf Kaution und unter bestimmten Auflagen frei. So muss er sich nun regelmäßig bei der Polizei melden. Im Januar dieses Jahres beginnt dann das Auslieferungsverfahren.

An dessen Ende entscheidet das Oberste Gericht zu ungunsten von Assange. Da das Gericht zudem eine neue Auflage des Verfahrens ablehnt, kann Assange rechtlich nichts unternehmen.

Im Juni 2012 flieht er in die ecuadorianische Botschaft in London, wo er seither festsitzt. Die Briten wollen ihn festnehmen und an Schweden ausliefern, sobald er das Gebäude verlässt. Assange fürchtet, die Schweden könnten ihn weiter an die USA ausliefern.