Eilmeldung

Eilmeldung

Mokauer erinnern an Augustputsch 1991 - und an Pussy Riot

Sie lesen gerade:

Mokauer erinnern an Augustputsch 1991 - und an Pussy Riot

Schriftgrösse Aa Aa

In Moskau haben gut 300 Menschen an den misslungenen Augustputsch von 1991 erinnert und der drei Todesopfer von damals gedacht. Sie legten an einem Mahnmal in der russischen Hauptstadt Blumen nieder.

Auch zahlreiche Mitglieder der Opposition waren vor Ort. Mehr als 20 Jahre nach dem Fall des Kommunismus sehen viele von ihnen kaum eine Wendung zum Besseren, erst recht nicht unter Präsident Wladimir Putin. Besonders die Rechtsprechung macht vielen hier Sorge.

Moskauer Nikolai: “Wir wollen in einem Land leben, in dem es faire Wahlen gibt, eine echte Gerichtsbarkeit und eine Polizei, die sich an unsere Gesetze und unsere Verfassung hält. Wir haben allerdings den Eindruck, dass dies nicht geschieht.”

Alexej Nawalni: “Die können jeden in diesem Land ins Gefängnis stecken. Wir haben das gerade bei Pussy Riot gesehen, wir haben das am 6. Mai gesehen, als 12 Leute inhaftiert wurden, ohne ein Verbrechen begangen zu haben. Sie können jeden ins Gefängnis werfen, auch mich.”

Auch Angehörige und Anhänger der Punkband Pussy Riot waren da. Die Polizei nahm unter anderem eine Unterstützerin der inhaftierten Musikerinnen fest, die sich zuvor die bandtypische Sturmhaube aufgesetzt hatte.

Am Scheitern des Putsches vor genau 21 Jahren hatte vor allem Boris Jelzin großen Anteil. Auf dem Panzer stehend verurteilte der damalige Präsident der Republik Russland den Staatsstreich, den eine Gruppe kommunistischer Hardliner durchführte. Sie wollten den damaligen sowjetischen Staatschef Gorbatschow absetzen und die Macht an sich reißen. Der Putsch beschleunigte den Zerfall der UdSSR, die sich noch im Dezember desselben Jahres auflöste.