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Cholera in Westafrika: "Ich will sterben"

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Cholera in Westafrika: "Ich will sterben"

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Ein Slum in Freetown, der Hauptstadt von Sierra Leone. Das Land leidet derzeit wie auch der Nachbar Guinea unter einer Cholera-Epidemie. Die Krankheit wird durch Bakterien übertragen, vor allem über unsauberes Wasser oder verunreinigte Nahrung. Tausende Menschen sind in beiden Ländern erkrankt, mehr als 250 seit Jahresbeginn gestorben. Hilfsorganisationen haben Notfall-Lazaretts eingerichtet wie dieses in Freetown.
 
Die Krankenschwester Fatmata Kargbo: “Sie schreien unter den Krämpfen, ihre Füße und Hände verkrampfen sich, sie stürzen, ihnen ist schwindelig. Manche sagen: Ich will sterben, ich habe diese Krankheit satt. Und manche sterben auch.”
 
Der Patient Alfred Kamara: “Mich hat die Cholera schlimm erwischt. Ich fühlte mich, als wäre ich gestorben.”
 
Symptome sind unter anderem Durchfall und Erbrechen. Dadurch droht der Körper auszutrocknen. In Sierra Leone gilt inzwischen nationaler Notstand.
 
Das Land teilt sich mit Guinea eine Küstenlinie. Dies ist eine wichtige Brutstätte des Bakteriums, das vor allem die küstennahen Orte, darunter die Hauptstädte Freetown und Conakry angreift. Auch hier in Guinea sind die hygienischen Umstände, etwa auf den Märkten, zuweilen alles andere als optimal. Hilfsorganisationen wie Ärzte ohne Grenzen haben nicht nur Krankenstationen eingerichtet, sondern auch Informationskampagnen gestartet, um die Menschen zu informieren, wie sie sich gegen die Krankheit schützen können.