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Deutschland gegen Aufweichung des griechischen Reformprograms

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Deutschland gegen Aufweichung des griechischen Reformprograms

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In Berlin sind die Außenminister Deutschlands und Griechenlands, Guido Westerwelle und Dimitris Avramopoulos, zu Gesprächen über die griechische Finanzmisere zusammengetroffen. Dabei erklärte Westerwelle, der Schlüssel zum Erfolg liege in Athen, das die Reformen konsequent umsetzen müsse. “Wir glauben, dass eine substantielle Aufweichung der vereinbarten Reformen aus Sicht der deutschen Regierung nicht möglich ist”, so Westerwelle, “aber es ist auch notwendig, dass der Bericht der Troika abgewartet wird bevor geurteilt wird, und nicht Gerüchte über das, was in einem solchen Bericht stehen könnte, zählen, es zählt der Bericht.”

Avramopoulos wies darauf hin, dass ein Sparprogramm ohne Anreize für Wachstum und Liquidität auf dem Markt nicht zum Aufschwung führen würde, sondern zu weniger Produktivität und mehr Arbeitslosigkeit.

Tatsächlich braucht die griechische Regierung in den nächsten zwei Jahren offenbar mehr Geld als bislang bekannt – nicht 11,5 sondern 14 Milliarden Euro. Eine fällige Zahlung an die EZB in Höhe von 3,2 Milliarden Euro kann das Land leisten: Athen hatte in der Vorwoche rund vier Milliarden Euro in Form von dreimonatigen Anleihen an den Finanzmärkten aufgenommen. Am Freitag treffen die deutsche Kanzlerin Angela Merkel und der griechische Ministerpräsident Antonis Samaras in Berlin zusammen.