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Unversöhnliche Fronten nach Blutbad in südafrikanischem Bergwerk

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Unversöhnliche Fronten nach Blutbad in südafrikanischem Bergwerk

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Nach der blutigen Gewalt in einem Platinbergwerk in Südafrika sollen die Bergleute heute wieder zur Arbeit kommen. Die Firma hat ihnen ein Ultimatum gestellt und droht damit, sie sonst möglicherweise entlassen.

Die Arbeiter verlangen viel mehr Geld, auch angestachelt durch einen Revierkampf zwischen zwei Gewerkschaften. Mehr als vierzig Menschen sind während dieses Ausstands schon getötet worden.

“Bei uns geht es nach der Mehrheit”, sagt einer der Streikenden. “Wenn die Mehrheit wieder zur Arbeit geht, dann gehe ich auch. Wenn die Mehrheit nicht geht, gehe ich auch nicht: Ich kann nicht arbeiten gehen, wenn andere trauern.”

Das Platinbergwerk in Marikana bei Johannesburg ist eines der größten der Welt. Es gehört der britisch-südafrikanischen Firma Lonmin.

Am Donnerstag wurden dort 34 Bergleute von Polizisten erschossen, die sich einer bewaffneten Menge gegenübersahen. Schon zuvor waren während des Streiks zehn Menschen getötet worden, darunter zwei Polizisten.

Ab heute herrscht in Südafrika eine Woche Staatstrauer.