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Ermittlungen nach Autobombenanschlag in der Türkei

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Ermittlungen nach Autobombenanschlag in der Türkei

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In Gaziantep sind bei einem Autobombenanschlag mindestens neun Menschen getötet worden, unter ihnen auch drei Kinder. Dutzende Verletzte wurden in umliegenden Krankenhäusern behandelt.

Die Explosion beschädigte zahlreiche Gebäude und Autos.

Im Südosten der Türkei gab es in den vergangenen Monaten wieder mehr Anschläge der verbotenen Kurdenpartei PKK. Diese wird von der Türkei, der EU und den USA als Terrororganisation eingestuft. Die PKK bestritt jedoch eine Verwicklung in die Tat.

Der Anschlag in der Nähe der syrischen Grenze wird wohl die Spannungen zwischen beiden Staaten weiter verschärfen: Die Türkei, früher ein enger Verbündeter Syriens, zählt heute zu den schärfsten Kritikern.

Die Regierung in Ankara vermutet deshalb, dass Damaskus die PKK mit Waffen unterstützt, um die Türkei zu schwächen.

Der Anschlag erfolgte zwei Tage, nachdem die Türkei syrische Flüchtlinge an der Grenze mit Lebensmitteln und Medikamenten versorgt hatte. 70.000 Menschen sind bisher vor dem Bürgerkrieg in Syrien ins Nachbarland geflohen.

Die Regierung in Ankara rief die Bevölkerung auf, ruhig zu bleiben. Trotzdem entlud sich der Ärger vieler Türken vor dem Sitz der Partei BDP, die die Interessen der kurdischen Minderheit im Land vertritt.