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Neu entflammter Streit um Abtreibung in den USA

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Neu entflammter Streit um Abtreibung in den USA

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In den USA hat ein konservativer Abgeordneter einen neuen Streit um Abtreibungen entfacht. Der Republikaner Todd Akin ist ein strikter Gegner jeglicher Abtreibung, ohne Ausnahmen – auch eine Vergewaltigung lässt er als Grund nicht gelten.

Das sei gar nicht nötig, sagt er in einer Fernsehsendung: Bei einer Vergewaltigung lasse es der weibliche Körper normalerweise gar nicht erst zu einer Schwangerschaft kommen. Aber selbst wenn das einmal nicht funktioniere, meint Akin weiter, müsse der Vergewaltiger bestraft werden und nicht das Kind.

Selbst in seiner eigenen Partei stoßen diese Ansichten auf Widerstand. Präsidentschaftskandidat Mitt Romney nennt sie “beleidigend, unentschuldbar und schlichtweg falsch”. Sein Wahlkampfteam teilt mit, unter einem Präsidenten Romney werde Abtreibung nach Vergewaltigung erlaubt sein.

Sein Kandidat als Vizepräsident ist dafür aber als streng katholisch bekannt. Paul Ryan teilt zwar nicht Akins medizinische Ansichten, aber doch zumindest die Auffassung, dass es auch nach einer Vergewaltigung keine Abtreibung geben dürfe. Auch ein entsprechendes Gesetz hat er zusammen mit Akin im Abgeordnetenhaus schon eingebracht.
Damit liegt er allerdings im Gegensatz zur offiziellen Linie des Romney-Wahlkampfs.