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Syrien: Aufnahmen zeigen letzte Minuten der getöteten japanischen Journalistin

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Syrien: Aufnahmen zeigen letzte Minuten der getöteten japanischen Journalistin

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Es sind die letzten Bilder von Mika Yamamoto. Die japanische Journalistin kam am Montag bei Gefechten im nordsyrischen Aleppo ums Leben. Nun wurden Aufnahmen veröffentlicht, die ihre Fahrt zum Ort ihres Todes zeigen. Dabei sagte sie in die Kamera: “Wir haben von einer Explosion mit Todesopfern gehört. Dort fahren wir jetzt hin, um die Geschichte zu filmen.” Yamamoto wurde 45 Jahre alt, sie hatte bereits aus Afghanistan und dem Irak berichtet. Der Einsatz in Syrien sollte ihr letzter werden. Im selben Gefecht töteten regierungsnahe Milizionäre Agenturmeldungen zufolge einen türkischen Kameramann, das Schicksal eines von den Milizionären verschleppten Journalisten aus Palästina ist ungewiss.

Die syrische Armee griff an diesem Dienstag laut der Opposition Teile von Aleppo sowie umliegende Orte an. Angeblich warfen Kampfflugzeuge Bomben auf ein Wohngebiet der Stadt Marea, nördlich von Aleppo. Dabei sollen ein Kind und ein Mann getötet worden sein. Beobachter schätzen, dass die Truppen den Rebellen in Aleppo so den Nachschub aus dem Norden abschneiden wollen. Außerdem habe die Armee Vororte von Damaskus attackiert haben, so die Opposition. 40 Menschen seien bei den Angriffen landesweit gestorben. Die Angaben der Aktivisten lassen sich nicht von unabhängiger Seite überprüfen.