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Britischer Patient mit Locked-In-Syndrom gestorben

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Britischer Patient mit Locked-In-Syndrom gestorben

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Der unter dem Locked-In-Syndrom leidende Brite Tony Nicklinson ist tot.

Erst vor rund einer Woche hatte der Oberste Gerichtshof in London Nicklinsons Antrag auf medizinische Sterbehilfe abgewiesen.

Nicklinson konnte sich seit einem Gehirnschlag 2005 nicht bewegen, war aber bei vollem Bewusstsein.

Seine Anwältin:

“Seine Frau Jane teilte mit, dass Tony die Urteilsbegründung für die Ablehnung am 12. August erhielt. Er sagte, er sei am Boden zerstört wegen der Entscheidung, dass er sein Leben nicht zu einem von ihm bestimmten Zeitpunkt mit der Hilfe eines Arztes beenden könnte.”

Nicklinson starb laut seiner Familie an einer Lungenentzündung. Die Polizei ging offenbar nicht von einer Fremdeinwirkung aus.

Sterbehilfe ist in Großbritannien grundsätzlich verboten, eine Expertenkommission empfahl im Januar aber eine Lockerung der Gesetzgebung.