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Frankreich will Rumänen und Bulgaren den Zugang zum Arbeitsmarkt erleichtern

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Frankreich will Rumänen und Bulgaren den Zugang zum Arbeitsmarkt erleichtern

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Frankreich will der zumeist aus Rumänien und Bulgarien stammenden Minderheit der Roma den Zugang zum Arbeitsmarkt erleichtern.

Das kündigte die französische Regierung in Paris an.

Bisher begrenzen die Übergangsregelungen in der EU den Zugang für Rumänen und Bulgaren auf 150 Berufe.

Die Regierungen können das aber aufheben, wie es bereits Italien und Irland getan haben.

Ein Roma-Vertreter hält Fortschritte deshalb durchaus für möglich:

“Es gibt kein “Roma-Problem”. Es gibt keine spezielle Anfrage von Seiten der Roma. Sie wollen nur ein Leben in Würde führen. Diese 20.000 Menschen sind keine große Zahl. Das sollte machbar sein, da sollte eine Lösung gefunden werden.”

Kritik kommt jedoch von der konservativen Opposition, die unter dem damaligen Präsidenten Nicolas Sarkozy einen härteren Kurs gegen die Roma eingeschlagen hatte.

“Wir haben heute eine Arbeitslosenquote von fast 10 Prozent. Es ist illusorisch, diese Volksgruppen hoffen zu lassen, dass sie in unserem Land arbeiten können, wo sie doch oft keine Ausbildung haben.”

Die EU-Kommission hatte die französische Politik gegenüber der Minderheit Anfang August erneut unter Beobachtung gestellt, nachdem auch unter der neuen Regierung mehrere Roma-Lager aufgelöst worden waren.