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Griechenland muss noch mehr sparen als erwartet

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Griechenland muss noch mehr sparen als erwartet

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Während der griechische Regierungschef Antonis Samaras seine Charmeoffensive in Europa beginnt, werden aus Athen neue, bedenkliche Zahlen bekannt: In den kommenden zwei Jahren muss Griechenland bei den öffentlichen Ausgaben noch mehr Geld einsparen als bislang angenommen: nämlich 13,5 statt 11,5 Milliarden Euro. Offenbar sind wegbrechende Steuern der Grund für das neue Haushaltsloch.

Laut Experten geht es aber vor allem um etwas anderes. “Die Hauptaufgabe für die griechische Regierung ist es, ihre Glaubwürdigkeit wieder herzustellen”, meint Ökonom Gustavo Bagattini von RBC Capital Markets, “durch fiskalische Maßnahmen und strukturelle Reformen. Bis dahin, und bis wir die Grundzüge des Berichts der EU-Troika kennen, wird Samaras’ Charmeoffensive vermutlich wirkungslos bleiben.”

In Athen wurde hektisch an den Details des neuen Sparprogramms gearbeitet. Arbeitsminister Yannis Vroutsis und Finanzminister Yannis Stournaras kamen zusammen, um Grundzüge zu besprechen. Die griechische Regierung hofft vor allem, von ihren europäischen Partnern mehr Zeit für die Reformen zu bekommen – nicht zuletzt, um die aufgebrachte Bevölkerung zu beruhigen und drohende soziale Spannungen zu entschärfen. Offenbar sollen Rentner und öffentlich Bedienstete den Großteil der neuen Kürzungen tragen.