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Pulverfass Tripoli


Libanon

Pulverfass Tripoli

Der Syrien-Konflikt belastet weiter den Libanon. Bei Kämpfen zwischen Anhängern und Gegnern des Präsidenten Baschar al-Assad sind in Tripoli mindestens acht Menschen in der Nacht getötet worden. Dutzende weitere wurden verletzt. Augenzeugen sprachen von den schlimmsten Auseinandersetzungen seit Ende des Bürgerkriegs.

Seit Tagen kämpfen Sunniten aus dem Bab al-Tabbaneh Viertel gegen Alawiten des Jebel Mohsen-Viertels. Im libanesischen Bab al-Tabbaneh hat die syrische Opposition großen Rückhalt.

Nichtsdestotrotz wünschen sich Anwohner ein Ende der Gewalt. Ein Sunnit meint, “die Situation in Tripoli verschlechtert sich immer mehr. Nur, weil die Regierung keine Verantwortung übernimmt. Sie hätte rechtzeitig eingreifen müssen, bevor die Menschen mit Waffen zu mächtig wurden.”

Die Gegend zählt zu den explosivsten im Libanon. Bei Spannungen zwischen Sunniten und Alawiten waren bereits im Juni 15 Menschen getötet worden. 10 Soldaten kamen ums Leben, als sie die Gewalt beenden wollten.

Jede Geschichte kann aus vielen Perspektiven erzählt werden. euronews Journalisten berichten in ihren Sprachen, mit ihrer Sicht der Dinge.

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