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Waldbrände bedrohen griechische "Kaugummi"-Insel

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Waldbrände bedrohen griechische "Kaugummi"-Insel

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Schwere Waldbrände haben das krisengebeutelte Griechenland weiter fest im Griff. 20 Feuer sind außer Kontrolle.

Auf der Insel Chios in der Ostägäis kämpft die Feuerwehr seit fünf Tagen gegen mehrere Feuerfronten. Weite Teile der Wälder und Olivenhaine wurden bereits zerstört.

Auch die für Griechenland wichtige Mastixernte – ein Harz, das in Kosmetik-, Koch- und Backartikeln verwendet wird – ist bedroht. 150 Tonnen davon produziert Chios pro Jahr. 40 Prozent des Mastix für den weltweiten Kaugummibedarf kommen von der Insel Chios; diese wird deswegen auf türkisch auch die “Kaugummi”-Insel genannt.

Hunderte Sicherheitskräfte, Soldaten und Freiwillige sind im Einsatz gegen Flammen. Unterstützt werden sie von zwei Löschflugzeugen und mehreren Hubschraubern.

Mit Waldbränden hat Griechenland fast jeden Sommer zu kämpfen. Doch vor dem Hintergrund der Wirtschaftskrise könnten sie das hoch verschuldete Land in diesem Jahr besonders empfindlich treffen.

Im Süden Bosniens zeigt sich ein ähnliches Bild: Hier bedrohen die Flammen die hügeligen Feriengebiete am Boracko See.

Sie habe Angst vor dem Feuer, meint eine Urlauberin aus Sarajewo. Es fielen viele Felsbrocken vom Berg herunter. Sie habe schon ihre Kinder in Sicherheit gebracht. Sie selbst sei nur hier geblieben, um ihr Wochenendhaus zu schützen.

Bosnien kämpft seit Wochen gegen die Feuer im Land. Die hügelige Landschaft, starke Winde und Hitze um die 40 Grad erschweren die Löscharbeiten.