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Eurochef Juncker sieht für Griechenland die letzte Chance

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Eurochef Juncker sieht für Griechenland die letzte Chance

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Es sind wichtige Tage für Griechenland – wieder einmal. Regierungschef Antonis Samaras wirbt für mehr Zeit bei den Reformen, zunächst bei Jean-Claude Juncker aus Luxemburg, sozusagen dem Chef der Euroländer.

Der Ball liege jetzt bei den Griechen, sagt Juncker bei einem Besuch in Athen. Es sei ihre letzte Chance, und das müssten die Griechen auch wissen.

Juncker mahnt bei Samaras weitere Anstrengungen an, vor allem bem Verkauf von Staatsbesitz. Er sagt, der Privatisierungsprozess, der versprochen wurde, müsse neu gestartet werden.

Man habe das Privatisierungsprogramm verbessert, sagt Samaras seinerseits. Man beschleunige die Strukturveränderungen, und in den nächsten Wochen
habe man auch die geplanten Haushaltskürzungen von gut elf Milliarden Euro zusammen.

Samaras kommt diese Woche nach Deutschland und nach Frankreich. Zuvor hatte er für Lockerungen beim griechischen Sparprogramm geworben: Man wolle kein zusätzliches Geld, sagt er, aber man brauche etwas Luft zum Atmen.

Die deutsche Kanzlerin hält sich zunächst aber alles offen: Man werde bei dem Treffen am Freitag keine Lösungen finden, sagt sie bei einem Besuch in Moldawien; sondern man warte auf den Bericht der Troika – dann würden die Entscheidungen getroffen werden.

Die Troika, das sind die drei Geldgeber EU, Europäische Zentralbank und Weltwährungsfonds. Sie überprüfen nächsten Monat vor Ort wieder die griechischen Reformfortschritte.