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Merkel und Hollande: "Griechenland soll im Euro bleiben, aber..."

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Merkel und Hollande: "Griechenland soll im Euro bleiben, aber..."

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“Wir gehören zusammen”. Beim jüngsten Besuch des französischen Präsidenten Francois Hollande in bei der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel, haben beide zunächst einmal die Freundschaft ihrer Länder betont. Dann ging’s im Kanzleramt zum wichtigsten Thema: Griechenland. Schnell wurde klar: “Wir gehören zusammen”, das gilt auch für Griechenland und die Eurozone, allzu viel Nachsicht mit Athen wollten Deutschland und Frankreich jetzt aber nicht walten lassen.

Merkel sagte: “Für mich ist wichtig, dass wir alle zu unseren Verpflichtungen stehen und vor allem auch den Troika-Bericht abwarten und dann zu schauen, was das Ergebnis ist. Aber wir werden Griechenland ermutigen, auf dem Reformweg, der ja auch den Menschen in Griechenland sehr viel abverlangt, voranzugehen.”

Hollande sagte: “Wir wollen – und ich will – dass Griechenland in der Eurozone bleibt. Das sagen wir seit Beginn der Krise. Es liegt an den Griechen, die notwendigen Anstrengungen zu unternehmen, um dieses Ziel zu erreichen.”

Also: Erst soll die Troika sprechen, dann wollen Deutschland und Frankreich schauen, ob Griechenland eventuell mehr Zeit für die Umsetzung seiner Sparmaßnahmen zugestanden bekommt. Darum nämlich hatte der dortige Regierungschef Antonis Samaras gebeten. Zeit, so sagte er, sei aktuell wichtiger als Geld, um die Wirtschaft in seinem Land anzukurbeln. An diesem Freitag trifft Samaras Angela Merkel in Berlin, am Samstag reist er dann weiter nach Paris.

euronews-Korrespondent Giovanni Magi sagt: “Auch wenn man seit Beginn von Hollandes Präsidentschaft nicht mehr unbedingt von einer deutsch-französische Achse sprechen kann, so hat dieser Gipfel erneut gezeigt, dass eine Übereinkunft zwischen Berlin und Paris notwendig ist, wenn eine Lösung für die Euro-Krise und ein gesamteuropäischer Ansatz für die großen internationalen Herausforderungen gefunden werden sollen.”