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Qantas storniert Kauf von 35 Boeing-Dreamlinern

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Qantas storniert Kauf von 35 Boeing-Dreamlinern

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Die australische Fluggesellschaft Qantas ist erstmals seit ihrer Privatisierung im Jahre 1995 in die roten Zahlen geflogen. Hohe Treibstoffkosten und ein Streik bescheerten Qantas einen Verlust von 205 Millionen Euro verantwortlich. Im Vorjahr hatte Qantas noch einen Gewinn in Höhe von 210 Millionen Euro verbucht.

Hauptproblem sind die internationalen Strecken. Auf ihnen verlor Qantas im vergangen Jahr 377 Millionen Euro, die nur zum Teil durch den profitablen Biligflieger Jetstar aufgefangen wurden.
Auf den Strecken nach Australien macht Qantas vor allem die Konkurrenz vom Golf zu schaffen. Emirates und Ethiad sind dafür verantwortlich, dass der Marktanteil von Qantas von 30 Prozent im September 2003 auf 18 % im vergangenen März gefallen ist.

Qantas-Chef Alan Joyce will die Airline schnell wieder in die schwarzen Zahlen bringen: “Unsere größte Aufgabe ist es, Qantas International wieder profitabel zu machen. Wir befinden uns auf dem richtigen Weg. Wir wollen das Qantas Australiens kultiger Flagcarrier bleibt”, erklärte Joyce.

Für Luftfahrtexperten ist klar, dass Qantas die Treibstoffkosten in den Griff bekommen muss. “Sie müssen die Absicherung für Treibstoffpreise aufgeben. Das ist zu riskant. Sie müssen den starken Australdollar besser nutzen, wenn die Ölpreise steigen und sie müssen den Treibstoffverbrauch der Flugzeuge reduzieren”, meint Luftfahrtexperte Tony Webber.

Als erste Sparmaßnahme stornierte Qantas den Kauf von 35 Boeing 787-9 Dreamlinern. Ihr Listenpreis beträgt 6,8 Milliarden Euro, der tatsächliche Kaufpreis ist vertraulich. Die Maschinen sollten 2014 ausgeliefert werden.