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Steckt Damaskus hinter der Bombe?

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Steckt Damaskus hinter der Bombe?

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Nach dem tödlichen Autobomben-Anschlag in der türkischen Grenzregion zu Syrien hat die verbotene Kurdische Arbeiterpartei PKK jede Verantwortung für die Tat bestritten.

Bei dem Anschlag waren neun Menschen getötet worden, darunter nach neuen Angaben auch vier Kinder. Mehrere der fast 70 Verletzten schweben noch in Lebensgefahr.

Sie habe mit der Explosion in Gaziantep nichts zu tun, so die PKK. Experten aber bezweifeln genau das:“Das Timing war absolut richtig. Während in Syrien das Chaos regiert, während die Welt bereits über ein Syrien nach Assad spekuliert und die Türkei ihre eigene Krisenpolitik verfolgt,- hat sich Damaskus offenbar gesagt:Wir können das auch,- eine Rolle in eurem Land spielen! Ausführender Akteur war dann die PKK.”

Die Attentäter hatten in der südlichen Grenzprovinz Gaziantep ein mit Sprengstoff präpariertes Fahrzeug nahe einer Polizeistation in die Luft gejagt. Nach dem Anschlag gab es Ausschreitungen von Einwohnern gegen Büros der Kurden-Partei BDP.

Ankara beschuldigt sowohl Damaskus als auch die iranische Führung, die PKK zu unterstützen.

Die türkische Regierung will verhindern, dass die PKK in Syrien die dort von Kurden bewohnten Gebiete unter ihre Kontrolle bringt.