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Syrien: Krieg wütet weiter - UN-Beobachter gehen

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Syrien: Krieg wütet weiter - UN-Beobachter gehen

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Mit Kampfjets, Hubschraubern und Panzern hat die syrische Armee einen südlichen Vorort von Damaskus angegriffen. 15 Menschen kamen nach Angaben der Opposition in Daraya ums Leben, 150 wurden verletzt. Es habe nur wenig Widerstand gegeben, da bewaffnete Rebellen schon vor einiger Zeit aus Daraya abgezogen seien, hieß es.

In Aleppo im Norden des Landes gehen die Kämpfe ebenfalls weiter. Amnesty International (AI) warf Präsident Assad vor, seine Truppen würden Wohngebiete angreifen, anstatt sich auf militärische Ziele zu konzentrieren. Allerdings stellten auch viele Rebellen, die sich unter die Zivilisten mischten, eine große Gefahr dar, so die Menschrechtler. AI untersuchte für Aleppo 300 Attacken, bei denen mindesten 80 Zivilisten getötet worden seien.

Während der Krieg unvermindert weiterwütet, verlassen die letzten UN-Beobachter das Land, unter ihnen auch der Chef der Mission, Babacar Gaye. Ihr Mandat war nicht verlängert worden – wegen Erfolglosigkeit. Die UNO will nun lediglich ein kleines Verbindungsbüro in Damaskus aufrechterhalten, um so potentielle künftige Friedensbemühungen unterstützen zu können.