Eilmeldung

Eilmeldung

21 Jahre Unabhängigkeit: Ukrainer sorgen sich um Eigenständigkeit

Sie lesen gerade:

21 Jahre Unabhängigkeit: Ukrainer sorgen sich um Eigenständigkeit

Schriftgrösse Aa Aa

21 Jahre Unabhängigkeit der Ukraine: Für die Anhänger der inhaftierten Ex-Regierungschefin Julia Timoschenko war der Nationalfeiertag an diesem 24. August eine willkommene Gelegenheit, wieder einmal ihre Solidarität zu demonstrieren. Timoschenko rief derweil aus der Haft ihre Landsleute dazu auf, die Regierung bei der Parlamentswahl Ende Oktober abzuwählen.

Doch auch die Anhänger ihres Gegenspielers Viktor Janukowitsch marschierten zum Unabhängigkeitstag auf – und der Präsident selbst verkündete an die Adresse der EU, dass die Ukraine den Beitritt nicht um jeden Preis suche und sich im Fall Timoschenko nicht hineinreden lasse. Der Europäische Gerichtshof befasst sich nun auch mit dem Fall.

Doch es ging nicht nur um Timoschenko – die Sorge um die Eigenständigkeit ihres Landes treibt die Ukrainer um:

Wenn die Ukraine ihr Gas- und Transportsystem an Russland verlöre, sei das das Ende der Unabhängigkeit, befürchtet ein Passant, seine Landsmännin sorgt sich um den Verlust der ukrainischen Sprache. Ein Dritter sieht die größte Gefahr für die Unabhängigkeit in mangelnder Einigkeit.

Viele Landsleute sähen Anzeichen der Schwäche ihres Landes und seien enttäuscht von allen Parteien, berichtet unsere Reporterin aus Kiew. Über die Richtung, in die das Land gelenkt wird, würden sie demnächst bei der Parlamentswahl entscheiden.