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Brüssel geht gegen sexuelle Belästigung vor

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Brüssel geht gegen sexuelle Belästigung vor

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In der belgischen Hauptstadt Brüssel wird sexuelle Belästigung seit diesem Monat unter Strafe gestellt.

Die Brüsseler Stadtverwaltung reagiert damit auf eine zunehmende Zahl von Beschwerden vornehmlich junger Frauen, die beklagen, kaum noch ohne angemacht zu werden, durch die Straßen gehen zu können.

Stadtrat Philippe Close erklärt:“Wenn die Erziehung der Leute versagt, ist es an uns, zu zeigen, das die Gesellschaft so ein Verhalten nicht toleriert. Vielleicht muss man, wenn Kampangnen und Erziehung nichts nutzen auch Strafen verhängen.”

Kritiker, unter ihnen auch Feministinnen, bemängelten jedoch, dass kaum Klarheit bestünde, worauf das neue Gesetz denn eigentlich angewendet werden soll. Angelika Hild von Hollaback-Belgien meint:“Wir denken, einfach Strafen auszusprechen ist nicht genug! Zudem ja nicht einmal klar ist was hier bestraft werden soll, wie sie wen bestrafen wollen. Geht es allgemein um anzügliche Bemerkungen oder um Bemerkungen von Männern an Frauen gerichtet? Geht es auch um Anmachen Schwuler und Lesben? Auch das kommt vor.”

Ins allgemeine Bewusstsein gelangte die Problematik, als eine Studentin sich des Themas in ihrer Abschlussarbeit annnahm. Sie ließ sich von einer versteckten Kamera dabei filmen, wie sie normal bekleidet, durch die Straßen geht und wiederholt von Männern belästigt wird.

Das Projekt der Studentin ist im Web zu sehen unter:

http://www.youtube.com/watch?v=7V_e-WTCJxw