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Heftige Ausschreitungen bei Schülerdemo in Chile

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Heftige Ausschreitungen bei Schülerdemo in Chile

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In Chile ist es zu heftigen Ausschreitungen zwischen streikenden Schülern und der Polizei gekommen. Die Jugendlichen nahmen an einer Protestkundgebung gegen das ihrer Meinung nach unterfinanzierte Bildungssystem teil. Ähnliche Demonstrationen fanden in den vergangenen drei Wochen mehrmals statt. Chiles Präsident Sebastian Pinera bemühte sich, die Lage herunter zu spielen und erklärte: “In unserem Land gibt es 11000 Schulen. Derzeit wird in neun Schulen gestreikt. Das sind weniger als 0,1 Prozent der chilenischen Schulen. Wenn wir auf diese 0,1 Prozent hören, um so mehr Grund haben wir, auf die übrigen 99,9 Prozent zu hören.” Schon vergangenes Jahr wurde Chile von einer Welle der Schülerproteste erfasst.

Die Kritik richtet sich gegen ungleiche Bildungschancen, die schlechte Ausstattung der öffentlichen Schulen und die überteuerten Privatschulen und -Universitäten. Während der Pinochet-Diktatur war das jetzt Schulsystem privatisiert worden. Die Regierung will jetzt zwar umgerechnet 810 Millionen Euro für Bildung einsetzen, den Schülern ist das jedoch zu wenig.