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Mehr syrische Flüchtlinge als von UNO befürchtet


Syrien

Mehr syrische Flüchtlinge als von UNO befürchtet

Die Zahl der Flüchtlinge aus Syrien steigt deutlich schneller, als das UN-Flüchtlingshilfswerk erwartete: Mehr als 200.000 Menschen sind inzwischen in die Nachbarländer geflohen – das UNHCR hatte bis Jahresende mit etwa 185.000 gerechnet. Aufnahmeländer wie die Türkei warnen, dass sie an ihre Grenzen kommen. In die Türkei kamen die meisten Syrer: Hier wurden bislang über 70.000 Flüchtlinge registriert. Die Behörden wollen sieben zusätzliche Lager einrichten – doch bei über 100.000 werde es eng, hieß es.

Ein Sprecher des UN-Flüchtlingshilfswerks verwies an diesem Freitag auch auf die Probleme im Libanon: “Die Sicherheitslage dort macht uns Sorge. Wir haben diese Woche in Tripoli ein Registrierbüro eröffnet. Heute morgen musste es aus Sicherheitsgründen geschlossen werden. Auch im Osten des Libanon, in der Bekaa-Region, mussten wir unsere Arbeitsweise umstellen, um große Menschenansammlungen dort zu vermeiden.”

Auch die Flüchtlinge klagen: “Jedes unserer Familienmitglieder ist woanders”, jammert eine Frau in einem Lager in der Türkei. “Sie kümmern sich hier sehr um uns, aber wir sind dennoch unglücklich, weil wir in alle Winde verstreut sind.”

Derweil gehen die Kämpfe in Syrien weiter, ob in Damaskus, Aleppo oder Homs. Die syrische Führung nutzt dabei laut der staatlichen Nachrichtenagentur auch die Unterstützung von bewaffneten Zivilisten. Die Türkei will nächste Woche im Weltsicherheitsrat die Möglichkeiten einer Schutzzone in Syrien ansprechen.

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