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Samaras: "Wir wollen nicht mehr Geld, wir brauchen Zeit"

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Samaras: "Wir wollen nicht mehr Geld, wir brauchen Zeit"

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Sein erster Auslandsbesuch führte den griechischen Ministerpräsidenten Antonis Samaras nach Berlin. Hier wollte er die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel um mehr Zeit für die Umsetzung der Sparmaßnahmen bitten. Doch Merkel will zunächst den Troika-Bericht abwarten. Also sagte sie zu den gewünschten Lockerungen erst einmal nichts.

Allerdings stellte sie eines klar: “Ich möchte auch, dass Griechenland Teil der Eurozone bleibt. Das leitet mich, und das leitet auch all unsere Gespräche, die wir miteinander führen, denn wir wissen, der Euro ist weit mehr als nur eine Währung, er ist eine Idee eines geeinten Europas, eines irreversiblen Europas, und deshalb ist dieser Wille so wichtig.”

Samaras werde mit seiner Regierung die Probleme lösen, da sei sie sicher, so die Kanzlerin weiter. Ihr griechischer Gast wiederum sagte: “Wir wollen nicht mehr Geld, darum haben wir nicht gebeten. Was wir brauchen, ist mehr Zeit, um wieder atmen zu können. Griechenland hat einen sehr großen Schritt vor sich.”

Nächste Station von Samaras ist Paris. Der dortige Staatschef Francois Hollande war am Donnerstag bei Merkel. Auch er will zunächst sehen, was die Troika sagt, bevor über mögliche Zugeständnisse an Athen verhandelt wird.