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Toulouser Attentäter kein "einsamer Wolf"

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Toulouser Attentäter kein "einsamer Wolf"

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Der Attentäter von Toulouse war offenbar doch kein Einzelgänger ohne Kontakte zu radikalen Kreisen.

Die französische Tageszeitung ‘Le Monde’ zitierte jetzt Dokumente des französischen Inlandsgeheimdienstes, denen zufolge Mohammed Merah zwischen September 2010 bis Februar 2011 mit mehreren auf seine Mutter registrierten Handys Gesprächspartner in 20 Ländern kontaktierte. Im Protokoll ist ferner von beunruhigendem Verhalten der Familie Merah die Rede.

Der algerischstämmige Franzose war im März in seiner Wohnung von Polizisten erschossen worden, nachdem er sich dort 32 Stunden lang verschanzt hatte. Zuvor hatte er drei Soldaten sowie drei Schüler und einen Lehrer der jüdischen Schule in Toulouse erschossen. Der 23-Jährige hatte sich als Mitglied des islamistischen Terrornetzwerks al-Qaida bezeichnet. Einige Hinterbliebene der Opfer fordern nun die Übergabe der Geheimdienstprotokolle an die Justiz.