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Keine Einigung bei Atomverhandlungen

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Keine Einigung bei Atomverhandlungen

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Gespräche zwischen dem Iran und der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA über das umstrittene Atomprogramm des Landes
haben keine Annäherung gebracht.

Es gebe weiterhin große Meinungsverschiedenheiten, sagte der Chef der Atominspektoren, Herman Nackaerts, nach den eintägigen Gesprächen in Wien: “Obwohl die Diskussion sehr intensiv war, konnten gravierende Differenzen zwischen dem Iran und der IAEA nicht ausgeräumt werden. Daher konnte man sich auch auf keine Abschlusserklärung einigen.”

Der Chef der iranischen Delegation, IAEA-Botschafter Ali Asghar Soltanieh, verwies bei allen Problemen aber auch auf Fortschritte: “Es gibt aber weiter einige Meinungsverschiedenheiten, weil es ein sehr kompliziertes Thema ist. Hier ist die nationale Sicherheit betroffen,- sowas ist immer sehr delikat.”

Ein weiteres Treffen, so beide Seiten, werde es vorerst nicht geben. Die Fronten im Atomstreit sind seit Jahren verhärtet: Viele Länder verdächtigen den Iran, an Nuklearwaffen zu arbeiten. Auch die IAEA kann dies wegen fehlender Zusammenarbeit des Landes nicht mehr ausschließen.

Teheran bestreitet das und beruft sich auf sein Recht, Atomenergie friedlich zu nutzen. Experten befürchten, dass ein Angriff Israels auf die iranischen Atomanlagen mit dem Scheitern der diplomatischen Verhandlungen immer wahrscheinlicher wird.