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Samaras beißt auch in Paris auf Granit

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Samaras beißt auch in Paris auf Granit

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Anderer Ort, dieselbe Botschaft: Der griechische Ministerpräsident hat bei seinem Besuch in Paris dieselben Worte zu hören bekommen wie schon tags zuvor in Berlin:

“Griechenland ist in der Eurozone und Griechenland muss in der Eurozone bleiben”, bekräftigte der französische Präsident François Hollande. “Es ist keine Zeit zu verlieren. Die Zusagen müssen eingehalten werden, Entscheidungen müssen getroffen werden, und das je schneller desto besser, das heißt nach dem Bericht der Troika und dem Europäischen Gipfeltreffen im Oktober.”

Auch Hollande machte Antonis Samaras zunächst keine Hoffnung auf Lockerungen beim Sparpaket. Samaras bittet um zwei Jahre Aufschub und will erst 2016 statt 2014 die von der EU vorgegebenen drei Prozent Neuverschuldung einhalten müssen.

Bei Angela Merkel hatte er am Freitag ebenfalls keine konkreteren Zusagen bekommen: Auch sie will zunächst den Bericht der Troika Ende September abwarten und forderte Griechenland auf, den Worten nun Taten folgen zu lassen. Merkel und Samaras hatten aber nach ihrem Treffen von einem “Neuanfang” der deutsch-griechischen Beziehungen gesprochen, was auch bei einigen griechischen Zeitungen positiv gewertet wurde. Die griechische Opposition schimpfte hingegen, der Regierungschef habe alles gegeben und nichts bekommen.