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Gegen Fremdenfeindlichkeit: Tausende gedenken Ausländerhatz in Rostock

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Gegen Fremdenfeindlichkeit: Tausende gedenken Ausländerhatz in Rostock

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Zum 20. Jahrestag der fremdenfeindlichen Krawalle in Rostock-Lichtenhagen hat Bundespräsident Gauck zu einer wehrhaften Demokratie und zum Eintreten gegen Rechtsextremismus aufrufen. Die Vorfälle von damals seien “bis heute für die Stadt ein Brandmal”, sagte der in Rostock geborene Präsident.

Seine Rede wurde kurzzeitig durch Zwischenrufe wie “Heuchler” von Linksautonomen gestört.

Tausende Menschen, viele aus anderen Teilen Deutschlands angereist, demonstrierten an diesem Wochenende in Rostock gegen Fremdenfeindlichkeit und für Toleranz.

Die Übergriffe hatten 1992 weltweit für Entsetzen gesorgt. Tagelang hatten rechte Randalierer in Lichtenhagen ein überfülltes Asylbewerberheim belagert und unter dem Applaus von Anwohnern Brandsätze auf das Haus und das dort ebenfalls untergebrachte Ausländerwohnheim geworfen, das schließlich in Brand geriet. Die Polizei war mit der Situation überfordert.