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Graffiti-Kunst in Birma: Sprayen für die Freiheit

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Graffiti-Kunst in Birma: Sprayen für die Freiheit

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In Myanmar, dem früheren Birma, sind die Graffiti-Sprayer politisch aktiv. Auf den Mauern in der Straßen von Rangun fordern sie vor allem Medienfreiheit.

Unter der Militärherrschaft wären solche Graffiti undenkbar gewesen. Mittlerweile haben sich die Regeln gelockert, doch überwacht werden die Künstler trotzdem. “Niemand ist bislang im Gefängnis gelandet, doch mehrere Künstler mussten einen Zettel unterschreiben, auf dem sie versprechen nie mehr Graffiti zu machen,” so der 33-jährige Aung. Ein anderer Sprayer erklärt: “Es gibt Menschen, die von Vandalismus sprechen und sagen, dass wir zerstören. Doch das stimmt nicht. Wir machen keine Graffiti auf Schulen oder religiösen Gebäuden. Wir machen vielmehr Graffiti auf Häusern, die beschlagnahmt wurden.”

Vor rund einer Woche hat die Regierung die Medienzensur gelockert, doch Kritik am Staat bleibt weiterhin verboten. Journalisten, die sich nicht daran halten, riskieren eine Verurteilung.