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Libyen: Salafisten zerstören muslimische Heiligtümer

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Libyen: Salafisten zerstören muslimische Heiligtümer

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Radikale Islamisten haben in der libyschen Hauptstadt Tripolis und in der Stadt Slitan zwei heilige Grabstätten zerstört. Die Salafisten lehnen die Verehrung von Heiligen und die Sufi-Traditionen des Islam ab.

Mohammed Yusuf al-Magariaf, der Präsident des libyschen Nationalkongresses, erklärte: “Solche Aktionen sind inakzeptabel und sie gehen gegen unsere Religion, unsere Bräuche und unsere Gesetze. Die Täter werden angeklagt und verurteilt werden.”

Die Bewohner von Slitan behaupten, die Salafisten seien von sunnitischen Religionsgelehrten in Saudi-Arabien zu ihren Taten angestachelt worden. Ein Augenzeuge erzählt: “Eine Gruppe Krimineller, die bereits Verbrechen in Slitan begangen haben, sind in die Moschee Abdul-Salam al-Asmar eingedrungen und haben das Feuer auf die Rebellen eröffnet. Den Rebellen gelang es, Verbrecher zu töten oder festzunehmen, doch ein paar konnten entkommen.”

Bei dem Angriff auf die Moschee in Slitan brannte die Bücherei nieder, Unterrichtsräume und Büros wurden beschädigt. Viele Bewohner der Stadt sind wütend, weil bis jetzt weder der Innenminister noch der Verteidigungsminister gekommen sind.