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Mindestens 39 Tote nach Raffinerie-Unfall in Venezuela

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Mindestens 39 Tote nach Raffinerie-Unfall in Venezuela

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Auf mindestens 39 Tote ist inzwischen die Bilanz des Raffinerieunfalls in Venezuela angestiegen. Nach der Explosion an diesem Samstag brennt die Anlage bei der nordwestvenezolanischen Stadt Amuay immer noch, das Feuer ist aber unter Kontrolle. Ursache war ein Gasleck.

Die meisten Todesopfer sind Sicherheitskräfte, die das Gelände bewachten. Auch ihre Unterkünfte sollen zu nah an der Anlage gestanden haben. Außerdem wurden mindestens 15 Zivilisten getötet, darunter ein 10-jähriger Junge.

“Wir leben hier mit einem sehr großen Risiko”, klagt eine Anwohnerin. “Wir sind die am meisten Betroffenen in der Gemeinde, nicht nur wegen der Emissionen, sondern auch wegen all der anderen Dinge, die die Raffinerie ausstößt.”

Bei vielen Bewohnern in der Gegend war nach der Explosion Panik ausgebrochen. Mehr als 80 Menschen wurden verletzt. Kritik wurde an der Regierung wegen mangelnder Wartung der staatlichen Raffinerie laut.

Der Betrieb in Venezuelas größter Raffinerie soll nach Auskunft des Ölministers nach etwa zwei Tagen wieder aufgenommen werden, Exportengpässe werde es nicht geben.