Eilmeldung

Eilmeldung

"Es ist, als wären die Moslems und der Rest der Welt blind"

Sie lesen gerade:

"Es ist, als wären die Moslems und der Rest der Welt blind"

Schriftgrösse Aa Aa

In Damaskus haben Regimegegner nach eigenen Angaben einen Militärhubschrauber abgeschossen. Kämpfer der Freien Syrischen Armee sollen nach unbestätigten Medienberichten von arabischen Golfstaaten mit amerikanischen Flugabwehrraketen des Typs Stinger ausgerüstet worden sein.

Vor den Kämpfen fliehen Tausende über die Grenzen: Binnen weniger Stunden hätten mehr als 6000 Menschen das Land verlassen, berichtete ein libanesischer Grenzbeamter.

Der Rest zittert vor Luftschlägen und Angriffen der Truppen.

Mohamed Ezeldin, Kämpfer der Freien Syrischen Armee:

“Bei den Massakern in Houla und Azaz wurden in diesem Land Kinder geschlachtet und Frauen unter Trümmern begraben. Wo ist die Welt? Was macht sie? Wo sind die Moslems? Wie können sie ruhig bleiben? Es ist, als wären die Moslems und der Rest der Welt blind.”

Weil schon 80 000 Syrer in der Türkei sind, will Ankara nicht mehr alle Flüchtlinge aufnehmen, die über die Grenze kommen.

Ín der Nähe von Damaskus sollen die Truppen von Präsident Baschar Assad bis zu 600 Menschen niedergemetzelt haben, nachdem sie den Vorort Daraja am Donnerstag von den Rebellen zurückerobert hatten.

Offenbar waren viele durch Gewehrschüsse und Gruppenexekutionen umgekommen, was die EU scharf verurteilte. Laut örtlichen Oppositionskommittees wurden mehr als
1.700 Menschen festgenommen, Schicksal ungewiss.

mit Reuters, AFP