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Großeinsatz der französischen Polizei in Roma-Lager

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Großeinsatz der französischen Polizei in Roma-Lager

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In Frankreich ist erneut ein Roma-Lager geräumt worden. Sicherheitskräfte lösten ein illegales Camp in Evry, südlich von Paris, auf. Hintergrund sind laut Innenministerium schlechte Hygiene-Verhältnisse.

Etwa 70 Menschen hatten dort mehrere Monate lang gelebt. Die meisten von ihnen sind ratlos. “Ich weiß nicht, was wir jetzt machen,” meint ein Mann. “Wir warten noch auf eine Antwort des Bürgermeisters. Das Rote Kreuz hilft uns nämlich nur 2, 3 oder 4 Tage, danach setzen die uns wieder vor die Tür.” Ein Frau fügt hinzu: “Bei uns gibt es keine Arbeit, es ist hart dort. Wir sind gezwungen, nach Frankreich zu kommen, um wenigstens ein bisschen Geld zu verdienen. Aber wir gehen nicht stehlen. Wir versuchen, uns durchzuschlagen, wie wir nur können.”

Die Vertreibungen erfolgten, kurz nachdem die französische Regierung Arbeitserleichterungen für Roma angekündigt hatte. Ebenfalls versprochen wurden Wohnalternativen, nach Informationen von Menschenrechtsaktivisten jedoch bisher ohne Ergebnis.

Frankreichs Innenminister Manuel Valls kündigte an, im September nach Rumänien zu reisen, um zu klären, wieso es keine funktionierende Integrationspolitik gebe.