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Südafrikanische Minenarbeiter vor Haftrichter geführt

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Südafrikanische Minenarbeiter vor Haftrichter geführt

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Eigentlich sollte die Arbeit vollständig wieder aufgenommen werden, doch der Minenstreik in Südafrika hält an: In Marikana gingen an diesem Montagmorgen nur 13 Prozent der Angestellten zur Arbeit.

Die Arbeitsniederlegung hatte vor rund zweieinhalb Wochen begonnen. Die Streikenden verlangen fast 200 Prozent mehr Geld von der Betreiberfirma Lonmin – bisher ohne Erfolg. Die nächste Verhandlungsrunde ist an diesem Mittwoch.

Er habe keine Angst, meint ein Sreikender. Denn er kämpfe für etwas, was sein Leben verbessern werde. Mit dem Geld könne seine Familie ein gutes Leben führen. Er sei Alleinverdiener, und mit seinem jetzigen Gehalt könne die Familie keine großen Sprünge machen.

250 festgenommene Minenarbeiter sollten an diesem Montag dem Haftrichter vorgeführt werden. Die Bandbreite der Anklagen reicht von öffentlicher Gewalt bis zu Totschlag.

In den vergangenen zwei Wochen waren bei blutigen Zusammenstößen insgesamt 44 Menschen getötet worden. Die meisten von ihnen sind einer südafrikanischen Zeitung zufolge auf der Flucht vor der Polizei hinterrücks erschlagen worden. Die Sicherheitskräfte wollen zuvor mit Macheten und Schusswaffen angegriffen worden sein.

Endgültige Aufklärung soll eine Untersuchungskommission bringen.