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Süß und fruchtig, bitte!

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Süß und fruchtig, bitte!

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Für traditionelle Biertrinker ist er ein Graus: Gerstensaft, der nach Kaffee, Kirsch oder Banane schmeckt.

Als letzte Hüterin des mittelalterlichen Reinheitsgebotes galt vielen Bierfreunden deshalb lange die tschechische Republik. Experimente gab es hier nicht – bisher jedenfalls.

Doch jetzt sollen vermehrt junge, wie auch weibliche Konsumenten angesprochen werden…mit neuen Geschmacksrichtungen:

Ein russisches Touristenpärchen in Prag testet sich durch die Geschmacksrichtungen. Er meint:“Naja, ich mag ja eher die traditionellen Biere, hell wie dunkel. Meine Freundin findet aber auch die anderen toll: Kaffee, Banane und so weiter. Die traditionellen Sorten sind aber besser!”

Da die Absätze wegbrechen und der Bierkonsum – auch bei den Tschechen – seit Jahren rückläufig ist, öffnen sich jetzt auch die klassischen Brauereien dem Zeitgeist.

Staropramen, Pilsener, Budweiser und Co gibt es jetzt auch fruchtig süß. Ein tschechischer Braumeister erklärt:“Wir haben zu Beginn des Jahres, im März, April mit der Radler-Produktion begonnen. Wir können aber kaum die Nachfrage bedienen…”

…zeigen sich selbst die Brauereien überrascht.

Und so fällt nun auch die letzte Bastion des guten Geschmacks.

Hopfen, Hefe, Wasser, Malz,- werden ergänzt um Zitrone, Kaffee, Kirsch und Schokolade.

Na denn Prost!