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Tripoli: "Wir sollten zusammenarbeiten, statt uns zu bekämpfen"

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Tripoli: "Wir sollten zusammenarbeiten, statt uns zu bekämpfen"

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Nach Spannungen in der nordlibanesischen Stadt haben sich zahlreiche Menschen für eine Rückkehr zur Ruhe eingesetzt. Etwa 100 Geschäftsleute, Lehrer, Politiker, Ärzte und Beamte trafen sich am Sonntag Morgen im Rathaus. Sie appellierten an die Behörden, der Gewalt zwischen den religiösen Gruppen Alawiten und Sunniten einen Riegel vorzuschieben. Dabei kamen allein an diesem Sonntag zwei Menschen ums Leben.

Auf dem Treffen forderte ein Polizist, “wir wollen ein stabiles und sicheres Tripoli. Wir leben in der selben Stadt und sollten zusammenarbeiten, statt uns zu bekämpfen.” Der Bürgermeister Nader Ghazal appellierte an die Rgierung: “Die Spannungen hören nicht mehr auf. Wir hoffen, die Veranstaltung zeigt den Behörden, dass wir möglichst bald stabile Verhältnisse erwarten.”

Die jüngsten Auseinandersetzungen hatten vor einer Woche ihren Höhepunkt erreicht. Weit mehr als ein Dutzend Menschen wurden seitdem getötet und weitere 100 verletzt. Der libanesischen Armee gelang es bisher nicht, dauerhaft für Ruhe zu sorgen.

Mit der Gewalt färbt der Konflikt in Syrien auf den benachbarten Libanon ab. Dort bekämpfen seit rund 17 Monaten syrische Sunniten die Truppen des alawitischen Präsidenten Baschar al-Assad.