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Haschisch: Alarmierende Ergebnisse einer Langzeitstudie

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Haschisch: Alarmierende Ergebnisse einer Langzeitstudie

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Minderjährige, die oft Haschisch rauchen, können ihrem Gehirn schwer schaden. Das ist das Ergebnis der Langzeitstudie einer amerikanischen Fachzeitschrift.

In Mitleidenschaft gezogen werden demnach Intelligenz, Erinnerungsvermögen und Aufmerksamtkeit. Wird erst nach dem 18. Lebensjahr viel Haschisch konsumiert, sind die Schäden geringer.

Gesundheitsspezialist Richie Poulton von der Universität von Otago erklärt, “das Gehirn von Jugendlichen reagiert besonders empfindlich auf Cannabis. Der IQ ist wichtig in allen Bereichen des Lebens. Er beeinflusst die Schullaufbahn und die Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Und der IQ wirkt sich auch auf die Gesundheit aus.”

Bei den Versuchen wurden mehr als 1000 Menschen 40 Jahre lang begleitet. Psychotests im Erwachsenenalter zeigten: Wer schon unter 18 viel Haschisch konsumiert, kann sich später schlechter konzentrieren, vergisst mehr und hat einen geringeren IQ. Ausschlaggebend ist, wann die Raucher angefangen haben.

Einige Haschisch-Raucher warnen vor Panikmache. Abe Gray meint, die Ergebnisse der Studie sollten richtig interpretiert werden: Wer zu früh zu viel kiffe, dem könne Cannabis schaden. Und nicht: Schon ein Joint mache jedes Gehirn kaputt.

Laut dem Drogenbericht der Vereinten Nationen haben bis zu 5 Prozent aller 15 bis 64-jährigen welweit mindestens einmal im Jahr 2009 einen Joint geraucht. Die Dunkelziffer wird wohl um einiges höher liegen.