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Propaganda-Krieg in Syrien


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Propaganda-Krieg in Syrien

Der Krieg in Syrien ist auch ein Krieg der Gerüchte und Drohungen. Seit in Damaskus eine Autobombe eine Beerdigung sprengte, haben vor allem die Drusen Angst. Zwei Angehörige dieser Religionsgemeinschaft mit gewissen Verbindungen zum schiitischen Islam – Attentatsopfer, angeblich regierungstreu – wurden gerade beigesetzt, als die Bombe hochging. Zwölf Tote, mehrere Dutzend Verletzte.

Unter den Rebellen sollen “Schwarze Listen” kursieren mit regierungstreuen Journalisten und anderen zivilen Unterstützern von Präsident Baschar al-Assad.

Die Assad-Seite lässt nicht nur Bomben abwerfen, etwa auf ein Dorf in der Provinz Idlib, wo mehrere Dutzend Menschen starben.

In Damaskus regneten tausende Flugblätter mit deutlichen Drohungen aus Militärhubschraubern. Die Aufständischen sollten ihre Waffen aushändigen oder sich auf einen „unvermeidbaren Tod“ einstellen. Die Regierungstruppen seien entschlossen, „jede Ecke Syriens zu säubern“. Unterschrieben vom Generalstab der Streitkräfte.

Der jüngste Panikfaktor: Die Türkei könnte ihre Grenze für Flüchtlinge schließen. 80 000 Syrer sind schon auf der türkischen Seite, ab 100 000 werde es schwierig, hieß es in Ankara. Womöglich eine Vorstufe zur geforderten geschützten Pufferzone innerhalb Syriens? Tausende sollen noch unterwegs sein, unter prekären Bedingungen.

mit AFP, Reuters, AP

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