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Tödlicher Taifun über China und Südkorea

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Tödlicher Taifun über China und Südkorea

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“Bolaven” hat die südkoreanische Küste mit Windgeschwindigkeiten von 170 Stundenkilometern heimgesucht. Dabei kenterten zwei chinesische Fischkutter. Fünf Menschen starben, fast ein Dutzend Seeleute werden noch vermisst. Die Boote waren am frühen Morgen wenige Kilometer vor der chinesischen Insel Cheju havariert.

Es wird damit gerechnet, dass “Bolaven” am Nachmittag nach Nordkorea weiterzieht – was wohl schwerwiegende Folgen für die Landwirtschaft haben wird. Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen kündigte bereits Hilfe an. Selbst in guten Erntejahren hat Nordkorea Probleme, seine Bevölkerung zu versorgen.

In Teilen Südkoreas und Chinas fielen viele Flüge aus. Auch Häfen sind betroffen. Nach Warnungen des Katastrophenschutzes in Seoul blieben die meisten Schulen in der Hauptstadt geschlossen.
Etwa 200.000 Haushalte auf der chinesischen Insel Cheju haben keinen Strom mehr. Dächer wurden abgedeckt und Bäume entwurzelt.
“Bolaven” ist einer der schlimmsten Taifune, der die Region seit Jahren heimgesucht hat.